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Gleich und gleich …
Gestern war Anke mit ihrem neuen Freund zu Besuch bei mir in Regensburg. Die beiden
machen eine kleine Rundreise durch Süddeutschland zu sämtlichen verstreuten Freunden und
Bekannten. Anke hatte von ihrem neuen Liebsten schon am Telefon in den höchsten Tönen
geschwärmt. Von seinen positiven Charaktereigenschaften, von a wie aufmerksam bis z wie
zielorientiert, hatte ich also schon einiges gehört. Wie der neue Anke-Schatz aussieht, wusste
ich allerdings noch nicht.
Deshalb war meine Überraschung umso größer, als plötzlich eine Art Zwillingsbruder von
Anke vor mir stand. Braune Wuschelhaare, braune Augen, nur ein bisschen größer als Anke,
sportliche Klamotten und die gleiche ausgefallene Turnschuh-Marke, wie ich sie seit Jahren
nur an meiner Freundin Anke bewundere. Und beide das gleiche breite Grinsen im Gesicht.
Nachdem sie wieder weg waren, musste ich noch länger über dieses Doppelpack nachdenken.
Abgesehen von der fast identischen optischen Erscheinung, hatten sie auch noch die gleichen
Interessen (Snowboarden, beide haben einen Hund, vegetarische Ernährung etc.) und je länger
ich darüber nachdachte, fiel mir auch auf, dass die Eigenschaftsliste, die mir Anke von Anton
gemacht hatte, genauso gut auf sie zutreffen würde.
Gleich und gleich gesellt sich gern. Das wusste ich ja schon länger, aber dass ein Topf so
einen perfekten Deckel finden kann …? Bestätigt in meinen Beobachtungen finde ich mich
durch eine neue Untersuchung zur Rolle der Gene bei der Partnerwahl. Laut kanadischen
Forschern suchen sich die Menschen möglichst einen Partner mit ähnlichen Genen. Angeblich
machen gemeinsame Gene 34 Prozent bei der Partnerwahl aus. Der Rest geht aufs Konto von
einem gemeinsamen Umfeld, persönliche Bedingungen etc.
Am liebsten würde ich mal die DNA von Anke und Anton miteinander vergleichen. Das
Ergebnis dieser Schwaben-Connection würde die Kanadier mit ihrer Studie bestimmt mehr als
bestätigen…
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