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Sex auf Rezept
Seit Wochen leide ich immer wieder unter schrecklichen Kopfschmerzen. Als ich gestern am
Telefon meinem Freund Stefan wieder mein Klagelied darüber vorsang, meinte er, das liege
am fehlenden Sex. Klar, bei unserer Fernbeziehung, kommt natürlich auch der Körperkontakt
zu kurz.
Aber so, wie eine Amerikanerin wollte ich das Problem auch nicht lösen. Die hatte sich zur
Kopfschmerztherapie von ihrem Arzt Geschlechtsverkehr verordnen lassen (mit ihm) – jetzt
war es anscheinend doch nicht freiwillig und sie hat ihn verklagt. Seltsame Doktorspiele.
Trotzdem - Sex soll tatsächlich helfen. Eine kleine Umfrage bei meinen Freundinnen ergab,
dass eine kleine (oder größere) Runde im Bett bei ihnen schon wahre Wunder bewirkt hat.
Gelöst wurden von diversen (Ex-)Freunden: Nackenverspannungen, die besagten
Kopfschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit und Stimmungstiefs.
Als Wunderheiler betätigten sich allerdings immer nur die festen Partner. Seitensprünge
wurden gesundheitstechnisch meist eher als anstrengend empfunden: Das schlechte Gewissen
danach führte bei meinen Freundinnen erst recht zu Verspannungen und Kopfschmerzen. Als
Vitalisierungsmittel ist fremd gehen anscheinend nicht zu gebrauchen. Aus meiner
beruflichen Erfahrung kann ich noch hinzufügen, dass der Super-Gau Kuckuckskind auch
nicht gerade zu Entspannungszuständen führt.
Nun ja, um mich vor lüsternen Ärzten und eventuellen noch kränker machenden
Seitensprüngen zu bewahren, hat nun Stefan seinen Kletterkurs abgesagt und kommt dieses
Wochenende schon wieder nach Regensburg. Er hat eine umfassende Entspannungstherapie
angekündigt ...
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