|
|
 |
 |
 |
 |
Die Kuckucks-Schwalben
Mit Socken in Sandalen rumlaufen und uralte Sweat-Shirts auftragen - alles egal, Hauptsache in der unsexy Verkleidung steckt ein (eigentlich) toller Mann. Auf die inneren Werte kommt es an, blablabla. Alles Schmarrn. Dass die Partnerwahl so nicht funktioniert, haben Forscher jetzt wieder bewiesen. Zumindest nicht im Tierreich. Die Schwalben-Frauen nehmen sich den attraktivsten Schwalben-Mann, den sie kriegen können. Allerdings darf der Schwalben-Mann, den sie schon im Nest sitzen haben, die Kuckuckskinder mitaufziehen.
"Bei unseren Rauchschwalben, konnten wir wie bei fast allen monogamen Systemen - den Menschen miteingeschlossen - feststellen, dass sich viele Männchen um Nachwuchs kümmern, der gar nicht von ihnen stammt. In der Kontrollgruppe gab es viele Kuckuckskinder." Das sagen die Forscher, die die Partnerwahl von Schwalben untersucht haben. Die Schwalben-Frauen paaren sich am liebsten mit den bestausehendsten Schwalben-Männern, behalten aber den angestammten Partner für die Aufzucht des Nachwuchs.
Was wir daraus lernen können? Nun ja, da wären zwei Aspekte:
1. Die attraktiveren Schwalben-Männer haben mehr Paarungs-Chancen. Allerdings wurden sie nur durch ein künstlich dunkel gefärbtes Federkleid sexier. Eine absolut easy durchschaubare Masche. Im übertragenen Fall heißt das also nur: Männer, lasst die Socken in Sandalen sein und reißt auch die Uralt-Sweatshirts vom Leib. Es reicht ein neues Outfit und schon steigen die Paarungschancen. Echt wahr.
2. Die nicht ganz so attraktiven Schwalben-Männer stimmten kein Klagelied an oder wurden sauer auf ihre untreuen Frauen, sondern kümmerten sich, als ob kein Seitensprung passiert wäre, vorbildlich um ihre Kuckucks-Brut. Im übertragenen Fall kann das nur heißen. Liebe deine Kuckuckskinder, als ob es deine eigenen wären (Was bedeutet schon ein Seitensprung?) und im Familiennest bleibt alles harmonisch.
Ob die betrogenen Schwalben-Männer jemals heraus fanden, dass sie Kuckucks-Schwalben im Nest hatten, ging aus der Untersuchung nicht hervor. Ob sie wohl gern einen Vaterschaftstest gemacht hätten, wenn sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten? Und was wäre dann los gewesen im Schwalbennest?
So aber gilt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Noch keine Kommentare.Neuer Kommentar
Impressum
|  |
 |
 |
 |
|
|