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Sturmflut
Kaum mache ich mir mal wieder einen gemütlichen Fernsehabend, schon werde ich wieder an den Job erinnert. Im RTL-Zweiteiler "Sturmflut" erfuhr wieder ein Vater davon, dass sein Kind gar nicht sein Kind ist. Hätte er doch mal einen Vaterschaftstest gemacht! Der arme Jan Josef Liefers musste erst Mal das Leben seines Nicht-Sohnes, und auch noch das seines Rivalen Benno Fürmann retten, bevor er von Nadja Uhl erfahren durfte, dass er jahrelang ein Kuckuckskind betreut hat.
Fairerweise muss man zugeben, dass 1962, dem Jahr der Sturmflut, noch keine Vaterschaftstests gemacht werden konnten. Ohne die Riesen-Katastrophe hätte Liefers wohl nie erfahren, wie es wirklich um seine kleine Familie bestellt ist. Aber wollte er eigentlich wirklich wissen, dass sein Sohn gar nicht seiner ist?
"Manche Wahrheiten will man doch lieber nicht erfahren", meinte Stefan. Mein Freund hatte beim "Sturmflut"-Kucken großes Mitgefühl mit Jan Josef Liefers. Spontan hat er sofort versprochen, nie einen Vaterschaftstest von mir zu verlangen. Hauptsache sei, ich würde endlich schwanger werden. "Wenn Du Mutter wirst, bin ich automatisch Vater", drohte er regelrecht. "Na, wenn das so ist, kann ich´s ja jetzt krachen lassen, wenn ich unter der Woche Strohwitwe bin", sagte ich. Immerhin hörte sich das nach einem Freibrief fürs Fremdgehen an.
Der Stefan meinte dazu, von ihm aus könnte ich mich ruhig mit so einem Benno Fürmann-Typ vergnügen, aber im Gegensatz zu Jan Josef Liefers im Film würde er sich nicht von so einem simplen Frauen-Abschlepper die Vaterrolle wegnehmen lassen.
Ich seh schon, die Schwangerschaft ist unausweichlich. Aber wie es scheint, kann mich vor dem Mutter-Stress wenigstens noch das Angebot in der Männerwelt genauer anschauen ...
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